Dat büffeln satt - Milljöhstudien zu Armut und Jugend in der Weimarer Republik

Bilder und öffentlich geschilderte persönliche Erinnerungen machen Zeitgeschichte lebendig und helfen den nachfolgenden Generationen dabei, aus dem Verständnis der Vergangenheit heraus Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft zu übernehmen.
In vielen Familienfotoalben schlummern Aufnahmen, die als historische Zeitdokumente Erkenntnisse über den Alltag im Berlin der 20er Jahre liefern können.
LeserInnen, die solche Schätze Ihr Eigen nannten, konnten unserem Jugendgeschichtsprojekt damit sehr wertvolle Hilfe leisten.

Sepiafoto Alte HausdächerUnter dem Projekttitel "Dat büffeln satt" ließ der KREATIVHAUS e.V. 10 Jugendliche als GeschichtsforscherInnen aktiv werden.
Sie führen Interviews, recherchieren im Internet, analysieren Bilder, besuchen Archive und Museen, um sich ein anschauliches Bild von den Zeit- und Lebensumständen in Berlin zwischen den Weltkriegen machen zu können.
Besonderes Augenmerk legten die jungen GeschichtsforscherInnen darauf, welche „Spuren“ der Künstler Heinrich Zille im Bewusstsein und Erscheinungsbild des Kiezes hinterlassen hat.
Ziel ist ein Quervergleich prekärer Lebenssituationen der Weimarer Republik und heute auf Grundlage kunsthistorischer Dokumente und Interviews.

Gelegenheit journalistisches Handwerkszeug zu erwerben, hatten die Jugendlichen zuvor bei der Herstellung einer Schülerzeitung, für die sie seit Oktober 2007 als „KiezreporterInnen“ unterwegs waren.
Jetzt erforschen, entdeckten, dokumentierten und präsentierten die 14jährigen SchülerInnen der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum ihre Erkenntnisse gemeinsam mit 50 anderen Gruppen abschließend auf einem Jugendgeschichtstag, der im November 2008 vom Landesjugendring Berlin/ Brandenburg veranstaltet wird.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Förderprogramm „Zeitensprünge“ der Stiftung Demokratische Jugend.
Die Projektergebnisse finden Sie in unserem Rückblick.

Kompakt-Info
Leitung: