Berliner TingelTangel

Wilde Bühne Berlin - Die "Goldenen Zwanziger"

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Berlin, im September 1921.
Die gelernte Operettensoubrette Trude Hesterberg erfüllt sich ihren Kabarett-Traum. Mit 5000 Mark eröffnet sie im Keller unter dem Theater des Westens an der Kantstraße ihre "Wilde Bühne", ein intimes Lokal mit 175 Plätzen.

Zunächst gibt es hier Lieder aus der Feder Leo Hellers und seiner Berliner Unter- und Kaschemmenwelt zu hören. Kurze Zeit später arbeitet auch die prominente Schreiberzunft - Kurt Tucholsky, Klabund, Erich Kästner und schließlich der Hausautor Walter Mehring - mit. Die Kompositionen stammen neben Friedrich Hollaender und Mischa Spoliansky vorwiegend vom Hauskomponisten Werner Richard Heymann, der später auch Karriere als Filmmusik-Komponist machen wird.

Und auch an renommierten Interpreten ist kein Mangel: Margo Lion, Kurt Gerron, Wilhelm Bendow, Annemarie Hase, Kate Kühl, Joachim Ringelnatz. Die verschiedenartigen Talente werden künstlerisch wie organisatorisch zusammengehalten und geformt von einer Prinzipalin, die durch zielbewusste Regiearbeit jede Individualität zur Entfaltung bringt und Texte, Musiken, Kostüme und Darstellung zu einer Stileinheit zu verschmelzen weiß, die es überflüssig macht, "Effekte aus anderen Kunstarten zu borgen", wie der Kritiker Max Herrman-Neiße erkennt.

Die rasch voranschreitende Inflation und ein Brand setzen jedoch dem Theater bereits im Oktober 1923 ein jähes Ende.

BerlinerTingelTangel
Musikalisch-literarisches Kabarett der 20er/30er Jahre

Gegründet 1991 aus kabarettbegeisterten Schulabgängern, hat sich das BTT spezialisiert auf das literarisch-zeitkritische, satirisch-humoristische Kabarett der 20er/30er Jahre. Der Name des Ensembles spielt mit einem Augenzwinkern auf das Tingel-Tangel-Theater (TTT) an, das Friedrich Hollaender 1931 im Keller des Theater des Westens eröffnete.

Die Programmgestaltung des BTT steht in der Tradition des Kabaretts der "Goldenen Zwanziger" mit all seinen Höhen und Tiefen. Es ist die Zeit von Otto Reutter, Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Mischa Spoliansky, Marcellus Schiffer und anderen Künstlern und Kabarettisten, die die politische und gesellschaftliche Lage mal kritisch, mal humorvoll verarbeiteten.

Die gründlich in den unterschiedlichsten Archiven und speziellen Bibliotheken recherchierten Texte und Chansons, die zur Programmgestaltung ausgewählt werden, sind heute noch so aktuell wie damals - um nicht zu sagen aktueller denn je. Oftmals tauchen dabei Revuen, Lieder, Kompositionen und Vorträge auf, die zu unrecht in Vergessenheit geraten sind oder im 3. Reich vernichtet bzw. verboten wurden. So kann Ihnen das BTT immer wieder neue kabarettistische Leckerbissen präsentieren.

Neben zahlreichen Gastspielreisen ist das BerlinerTingeltangel immer wieder an vielen Theatern, Kabarett- und Kleinkunstbühnen sowie in Cafés, Hotels und Restaurants Berlins zu Gast, z.B. Berliner Brett'l, Kabarett Klimperkasten, Saalbau Neukölln, Hotel Kempinski u.a.

Auch Sie haben die Möglichkeit, das BerlinerTingeltangel in Ihre Spielstätte zu engagieren. Für Gastspiele und besondere Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstage, Betriebsfeiern, Jubiläen oder andere Festlichkeiten stellen wir Ihnen gerne kabarettistisch-literarische, humoristisch-zeitkritische Programme von 15 Minuten bis zu 2 Stunden zusammen.

Für eine individuelle Programmgestaltung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

info@berlinertingeltangel

Erleben Sie in originalgetreuen Kostümen, mit Witz, Charme und einem Hauch von persönlichem Charakter die große Zeit des Berliner Kabaretts, mit frechen Chansons, pointierten Szenen und witzig-spritzigen Dialogen von Otto Reutter, Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Mischa Spoliansky, Marcellus Schiffer, Rudolf Nelson und anderen Künstlern und Kabarettisten, die die politische und gesellschaftliche Lage mal kritisch, mal humorvoll verarbeiteten. Dabei scheuen wir uns nicht, vom rein Amüsant-Spaßigen auch mal zum Systemkritischen überzugehen. Mit einem Augenzwinkern erinnern wir so an das geistige Leben jener Zeit und ermöglichen dadurch den ironischen Blick auf unsere Zeit.
Und plötzlich lebt das alte Berlin...

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