Am kürzeren Ende der Sonnenallee

20 Jahre Mauerfall – 10 Jahre BerlinerZentralTheater

Ein satirisches Theaterstück mit einem Rückblick auf einen Teil der jüngeren deutschen Geschichte in der aktuellen  Inszenierung des BerlinerZentralTheaters (BZT).

Ostberlin, Anfang der 1970er Jahre, Micha liebt Miriam, obwohl sie immer mit Westlern rumknutscht, Wuschel liebt die Stones-LP.
Schuldirektorin Löffeling versteht nicht, was die Jugendlichen an der modernen Beat-Musik so schön finden,
der Abschnittsbevollmächtigte  wird nicht befördert,
Vater Kuppisch weigert sich das Neue Deutschland zu lesen und die Nachbarin ist bei der  Stasi ...

Ganz normaler DDR Alltag im Schatten von Mauer und Stacheldraht. Ganz normal?

Viele, die die DDR erlebt haben, schauen mit Wut und Verbiiterung auf die Vergangenheit zurück,
andere wieder verklären sie und betreiben einen nahezu leidenschaftliche "Ostalgie".
Das BerlinerZentralTheater will mit seiner Inszenierung weder das Eine, noch das Andere bedienen.
Es will durch die sehr individuellen Geschichten der handelnden Figuren Lachen provozieren – ein Lachen der Erleichterung,
in das sich gleichzeitg die Erinnerung an persönlich Erlebtes im Guten wie im Tragischen mischt.

"Mensch, was haben wir die Luft bewegt. Es wäre ewig so weitergegangen. Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert. Wir waren alle so klug, so belesen, so interessiert, aber unterm Strich war's idiotisch. Wir stürmten in die Zukunft, aber wir waren so was von gestern. Mein Gott, waren wir komisch, und wir haben es nicht einmal gemerkt."
Thomas Brussig

"Am kürzeren Ende der Sonnenallee" in der Bühnenfassung von Ulrich Radoy feierte am 21. Juni auf der Probebühne des KREATIVHAUSes eine umjubelte Premiere.
Die folgenden Vorstellungen wurden zu einem rauschenden Publikumserfolg.

Lesen Sie hier die Theater-Rezension "Im Zoni-Zoo" von Peter Waschinsky.

Kompakt-Info
Leitung: 

Bühnenfassung/Regie: Ulrich Radoy

Musikalische Leitung: Thomas Naumann

Aufführungsrechte: henschel Schausspiel Theaterverlag